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Abstract

Die erfolgreiche Bewältigung der Anforderungen des digitalen Wandels bedingt in den Schulen um-fangreiche Schulentwicklungsprozesse. Bei der Initiierung und Umsetzung dieser Prozesse kommt der Schulleitung eine zentraleBedeutung zu. Das kooperative Projekt „Digitaler Wandel in der Berufsbil-dung und die Rolle der Schulleitung“ setztan dieser Stelle an: Es untersucht erstens den „digitalen IST-Zustand“ beruflicher Schulen in der Schweiz und zweitens den Einfluss des Schulleitungshandelns auf den digitalen Wandel der Schule. Im vorliegenden Beitrag wird insbesondere darauf eingegangen, ob die Schulleitungen diesen Wandel als „normalen“ Schulentwicklungsprozess wahrnehmen oder ob sich dieser hiervon unterscheidet. Zu diesemZweckwurde eine umfassende Online-Befragung in der ge-samten Schweiz im Zeitraum von November 2019 bis Januar 2020 durchgeführt. Insgesamt haben n = 630 Schulleitungsmitglieder aus n = 177 beruflichen Schulen aus 23 der 26 Kantone der Schweiz und dabei allen vier Sprachregionen an der Studie teilgenommen.Erste deskriptive Befunde zeigen, dass dem digitalen Wandel grundsätzlich eine (sehr) hohe Priorität (61%) beigemessen wird. Vom Großteil der Probanden wird der allgemeine Entwicklungsstand ihrer Schule hinsichtlich des digitalen Wandels als (eher) fortgeschritten eingestuft (68%), nur 27% bezeich-nen den Stand als wenig/nicht fortgeschritten. Zugleich berichten die Befragten, dass sich der digitale Wandel im Hinblick auf die benötigten finanziellen Ressourcen, die (erwartete) Geschwindigkeit sowie bzgl. der Komplexität von anderen Schulentwicklungsprozessen unterscheidet.

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